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Vitamin H - Biotin

Biotin gehört zu den B-Vitaminen. Auch dieses Vitamin kann in der Darmflora gebildet werden und zusätzlich wird es über die Nahrung aufgenommen. Es kommt im menschlichen Organismus in verschiedenen Geweben und Organen vor. Biotin spielt, wie alle B-Vitamine, eine wichtige Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen. Es unterstützt unter anderem die Glukosesynthese und den Abbau von Aminosäuren und Fettsäuren. Darüber hinaus ist es für Zellwachstum und Zellteilung nötig.

Biotin ist in vielen Nahrungsmitteln in geringen Mengen enthalten. Besonders reich an Biotin sind Eigelb, Hefe, Leber, Niere und bestimmte Gemüse wie Sojabohnen, Nüsse, Spinat, Pilze und Linsen. Auch Vollkornprodukte, mageres Fleisch und Obst enthalten Biotin. In den meisten pflanzlichen Lebensmitteln kommt Biotin in freier Form vor. In tierischen Lebensmitteln und Hefe muss es erst aus Proteinverbindungen gelöst werden, um resorbiert werden zu können.

Die DGE schätzt den Bedarf an Biotin auf 50 -100 µg. Bei täglicher Zufuhr dieser Menge treten keine signifikanten Mangelerscheinungen auf. Dies heisst aber nicht, dass dieser Menge auch wirklich für eine optimal Versorgung ausreicht. Da eine Hypervitaminose nicht bekannt ist, ist eine höhere Zufuhr unbedenklich.

In Industrieländern ist ein Mangel an Biotin eher selten. Bei schwerem Mangel kann es zu Depressionen, Hautproblemen, Angstzuständen, Anorexie und Taubheitsgefühl und Schmerzen in Beinen und Armen kommen. Es gibt auch eine angeborene Erbkrankheit, bei der das für die Freisetzung von Biotin aus Lebensmitteln wichtige Enzym Biotinidase fehlt. Sie führt schon bei Säuglingen zu einem Mangel, der durch zusätzliche Biotingaben behandelt werden muss.

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