[Ernährung]
[Vitamin B1]
[Vitamin B2]
[Vitamin B6]
[Vitamin B12]
[Niacin]
[Folsäure]
[Biotin]
[Panthotensäure]
[Vitamin C]

 

 

 

Folsäure

Folsäure wurde zum ersten Mal 1941 aus den Blättern von Spinat isoliert. Bei gesunder Darmflora sind wir in der Lage, Folsäure in unserem Darm zu produzieren. Es können bis zu 15 mg Folsäure in der Leber gespeichert werden. Folsäure ist an der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen beteiligt. Ein Mangel an Vitamin B12 wirkt sich direkt auf den Folsäuremetabolismus aus.

Verschiedene Gemüsesorten wie Tomaten, Bohnen und Spinat sind gute Lieferanten für Folsäure. Die Zufuhrempfehlung liegt bei 150 µg freier Folsäure am Tag. Da in der Nahrung auch Polyglutamate mit schlechterer Bioverfügbarkeit vorkommen, ist eine Zufuhr von 300 µg Gesamtfolat zu empfehlen. Diese Empfehlungen werden aber meist nicht erreicht. Während der Schwangerschaft sollte die Zufuhr verdoppelt werden, eine Ergänzung ist hier nahezu unumgänglich.

Folsäuremangel in der Schwangerschaft wird mit Entwicklungsstörungen, Aborten, Neuralrohrdefekten und kongenitalen Missbildungen in Verbindung gebracht. Ausserhalb der Schwangerschaft führt ein Mangel zu megaloblastärer Anämie.

In Kombination mit Vitamin B6 und B12 wird Folsäure auch bei der Prävention von Arteriosklerose eingesetzt, da diese Vitamine am Abbau von Homocystein beteiligt sind. Dieses wird für arteriosklerotische Gefässveränderungen mitveranwortlich gemacht.