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Niacin

Zum Beriff Niacin werden Nicotinsäure, Nicotinsäureamid und ihre Coenzyme Nicotin-Adenin-Dinucleotid (NAD)und Nicotinamid-Adenin-Dinucleotidphosohat (NADP) zusammengefasst. In diesen 4 Formen kommt Niacin auch in unserer Ernährung vor. Es kann von unserem Körper auch aus Tryptophan gewonnen werden. Niacin ist am Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweissstoffwechsel beteiligt und wird zur Energiegewinnung benötigt. Es trägt zur Regeneration von Muskeln, DNS, Nerven und Haut bei und hat eine antioxidative Wirkung.

In tierischen Lebensmitteln kommt primär Nicotinsäureamid, in Form von NAD oder NADP vor. Mageres Muskelfleisch und Leber stellen gute Quellen für Niacin dar.  In Pflanzen kommt hauptsächlich die Nicotinsäure vor. Die Aleuronschicht des Getreidekorns ist reich daran. Auszugsmehle hingegen sind  eher arm an Niacin. Beim Rösten von Kaffeebohnen wird Nicotinsäure freigesetzt, so das je Tasse Kaffee mit 1 - 2 g Niacin gerechnet werden kann. Die Zufuhrempfehlung für Frauen liegt bei 15 mg und 18 mg für Männer. Während der Schwangerschaft wird eine Zugabe von 0,2 mg, während der Stillzeit von 0,5 mg empfohlen. Diese Empfehlungen werden von gesunden Menschen bei genügender Proteinversorgung meist erreicht.

Mangelerscheinungen äussern sich in Appetitverlust, Gewichtsverlust und Schlaflosigkeit. Im fortgeschrittenem Stadium führt ein Niacin-Mangel zu Pellagra, Durchfall und Erbrechen. Taubheitsgefühle und Schmerzen können auch auftreten. Pellagra tritt infolge eines Mangels an Tryptophan auf, der meist aus einem allgemeinen Proteinmangel resultiert. Dieser Mangel wird auch durch den ausschliesslichen Verzehr von Mais (aufgrund des Aminosäurenprofils) begünstigt.