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Vitamin A

Die verschiedenen Derivate des Vitamin A zeigen unterschiedliche funktionelle Wirkung. Retinol ist Transportform und Zwischenprodukt im Stoffwechsel, Retinal ist unverzichtbarer Bestandteil des Sehvorgangs. Retinsäure zeigt eine ausgeprägte Wirkung auf Differenzierung und Wachstum verschiedener Zellen und Gewebe, z.B. Haut, Schleimhäute der Atemwege und Darmschleimhaut. Retinylester sind die Speicherformen des Vitamin A. Hauptspeicher für Vitamin A sind Leber und andere funktionell abhängige Organe wie z.B. Retina, Hoden und Lunge.

Vitamin A in Form von Retinylester ist vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten. Leber, aber auch Aal, Thunfisch und Hering stellen gute Quellen dar. In der Praxis wird der grösste Teil des Bedarfs an Vitamin A durch Milch und Milchprodukte gedeckt. Die Zufuhrempfehlungen der DGE gehen bei Kindern von  0,6 -0,8 mg aus, der Bedarf beim Erwachsenen wird mit 1 mg Vitamin A angegeben. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit wird eine Zufuhr von etwa 2 mg empfohlen. In den Industrienationen wird der Bedarf an Vitamin A bei ausgewogener Ernährung annähernd gedeckt. Weltweit hingegen nimmt der Mangel an Vitamin A gewaltige Dimensionen an. Die FAO rechnet bei etwa 14 Millionen Kindern unter 5 Jahren mit einem Mangel. Bis zu 500 000 erblinden pro Jahr und etwa 60% davon sterben wenige Monate später.

Typische Mangelerscheinung ist die Nachtblindheit, im fortgeschrittenen Stadium Xerophtalmie, bei der es zu Hornhauttrübungen und bei Nichtbehandlung zur Erblindung kommt. Des weiteren können Veränderungen der Haut und Schleimhäute auftreten.

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