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Riboflavin - Vitamin B2

In unserer Nahrung kommt Vitamin B2 in Form von freiem Riboflavin vor, aber auch als proteingebundenes Flavinmononucleotid und Flavinadenindinucleotid. Im Energiestoffwechsel und auch im Proteinstoffwechsel ist Vitamin B2 als Coenzym von grosser Bedeutung. Weiterhin hat es Einfluss auf verschiedene Funktionen unseres Nervensystems.

Vitamin B2 kommt in Milchprodukten (vor allem in Quark und Käse), Hefe und Leber in grösseren Mengen vor. Obst und Gemüse enthalten nur sehr geringe Mengen. Bei Getreide gilt für alle Vertreter des Vitamin-B-Komplex: Keim und Kleie enthalten relativ viel Vitamin B. Auch der Bedarf an Vitamin B2 ist vom Energieumsatz abhängig. Die Zufuhrempfehlung liegt bei 1,5 - 1,7 mg pro Tag. Auch beim Vitamin B2 sollte die Zufuhr während der Schwangerschaft um 0,3 mg und der Stillzeit um 0,8 mg erhöht werden. Vitamin B2 ist nicht hitzeempfindlich, aber sehr lichtempfindlich. Wenige Stunden direkter Sonneneinstrahlung (z.B. bei Milch in Klarglasflaschen) können zu Verlust von bis 80 % führen. Eine ausreichende Versorgung ist vor allem bei älteren Menschen und Jugendlichen nicht immer gewährleistet.

Eine schwerwiegender Mangel an Vitamin B2 kann sich in Form von Entzündungen der Schleimhäute, neurologischen Störungen und Sehstörungen äussern. Da auch der Eisenstoffwechsel bei einem Mangel betroffen ist, entwickelt sich im Spätstadium meist eine hypochrome Anämie. Auch eine Dermatitis ist möglich.